Finanzkompetenz
Finanzbildung für dein Leben

Kompetent. Zukunftsgerichtet. Selbstständig.

Übersicht

05.02.2024

Zusammenfassung

„Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.“

In diesem Artikel geht es um das Thema Finanzkompetenz. Also um dein Wissen, dein Verhalten und deine Einstellung zum Thema Geld und Finanzen. Es geht darum wie du im großen Dschungel der vielfältigen Finanzprodukte und finanziellen Entscheidungen den Durchblick behältst und auf Änderungen zuversichtlich reagieren kannst.

Wenn du weiter liest, erfährst du was sich hinter der Finanzkompetenz verbirgt, wie der aktuelle Stand in Deutschland ist und vor allem was es dir bringt und was du konkret tun kannst für einen besseren Umgang mit deinen Finanzen.

Warum Finanzkompetenz so wichtig ist!

Erinnerst du dich noch an die Unterrichtsfächer in der Schule zum Thema Finanzen, Geldanlage, Investitionen und Steuern? Nicht? Das liegt vielleicht daran, dass diese Fächer so nicht existieren. Dennoch begleiten uns die Themen ab dem ersten Tag im Berufsleben.

Beginnend mit der ersten Gehaltsabrechnung kommen die Fragen auf, was wird mir eigentlich vom Gehalt abgezogen? Von diesem Brutto (brutal viel) dass im Arbeitsvertrag steht kommt am Monatsende auf meinem Konto nur netto (net so viel) an.

 

Kaum dachte man, man hat den Bildungsweg, fürs erste, abgeschlossen wird einem bewusst, dass es noch ganz viel neues zu lernen gibt. Zum einem wird vom Gehalt die Lohnsteuer einbehalten zum anderen die Beiträge zur Sozialversicherung. Die Beiträge zu den Sozialversicherungen sollen uns vor dem Gröbsten schützen, bspw. wenn wir krank werden, wir den Job verlieren oder am Ende des Berufslebens vielleicht eine Rente erhalten werden.

 

So weit so gut. Für die ersten Monate im Beruf ist dieses Wissen doch völlig ausreichend. Man verdient das erste Gehalt, man freut sich darauf endlich unabhängig von den Finanzen der Eltern zu sein und sich mal was leisten zu können.

 

Genau hier fangen die Probleme an, was genau und wie viel kannst du dir leisten, solltest du vielleicht doch etwas sparen, wie ist dein Verhalten und deine Einstellung zu Geld und wie steht es um deine finanzielle Bildung?

Was kannst du dir leisten und wie steht es um deine finanzielle Kompetenz?

Zunächst eine kleine Einordnung was finanzielle Kompetenz eigentlich bedeutet. An dieser Stelle wird es kurz ein wenig sperrig, dies ist aber wichtig, um ein gemeinsames Verständnis für das Thema zu schaffen. Danach erhältst du wertvolle Tipps, die du ganz praktisch und einfach im Alltag umsetzen kannst.

 

Finanzkompetenz besteht aus drei Elementen. Dem Wissen, Verhalten und der eigenen Einstellung gegenüber Finanzen/Geld.

Zusammengefasst bedeutet Finanzkompetenz, dass du im großen Dschungel der vielfältigen Finanzprodukte und finanziellen Entscheidungen den Durchblick behältst und auf Änderungen zuversichtlich reagieren kannst.

 

Wenn du jetzt denkst, ich weiß mehr oder weniger was ich verdiene und ganz grob was ich mir monatlich leisten kann oder vielleicht hast du sogar das Gefühl, dass deine Finanzen dein Leben bestimmen, dann bist du nicht alleine.

 

Die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) hat im Jahr 2019 über 1.000 Personen zum Thema Finanzbildung und persönliche Finanzen befragt und ca. 2/3 der befragten haben geantwortet, dass sie am Ende des Monats noch Geld übrig haben ABER 2/3 sind auch der Meinung, dass Finanzen ihr Leben bestimmen. Schlimmer sieht es bei einem Drittel der Befragten aus, diese kommen finanziell gerade so zurecht (BaFin, 2020).

Quelle - BaFin (2020)

Das Gehalt und die monatlichen Ausgaben ist eine Seite der Medaille, die andere ist dein Umgang mit alltäglichen Finanzprodukten. Verstehst du jedes deiner Finanzprodukt wie beispielsweise Girokonto, Kapitalanlagen, Sparverträge, Versicherungen, Kredite, etc?

Falls du dir gerade unsicher bist, ob du wirklich alle deine Verträge verstehst dann bist du auch hier nicht alleine. Eine Umfrage der Finanztip Stiftung (2021) kam zu dem Ergebnis, dass über die Hälfte der Befragten große Defizite im Finanzwissen haben.

Neben dem Umgang mit Finanzen spielt auch das eigene Wohlbefinden eine große Rolle. In der Studie der BaFin haben über die Hälfte der Befragten angegeben, dass sie nicht richtig oder gar nicht zufrieden sind mit der eigenen finanziellen Situation (BaFin, 2020).

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Die Bedeutung von Finanzkompetenz für dich

Wenn es dir auch so geht wie einem Großteil der Studienteilnehmer und dir unsicher bist, wie viel du tatsächlich über Finanzen weißt, du das Thema ein wenig vernachlässigst oder du eher an kurzfristige Ausgabe und Shopping-Möglichkeiten denkst, dann könnte jetzt der richtige Zeitpunkt sein etwas zu ändern.

Für dich bietet sich in diesem Moment die Möglichkeit kurz zu reflektieren, wie deine ganz persönliche Situation aussieht. Versuche doch mal kurz dir die folgenden Fragen zu beantworten:

Deine Finanzkomptetenz entscheidet darüber wie viel du über Finanzen und Finanzprodukte weißt, wie du damit umgehst und ob du eine langfristige Strategie entwickeln und umsetzen kannst. Dies hilft dir bessere Entscheidungen bei den Themen Sparen, Investieren und Kreditaufnahme zu treffen (Klapper et al., 2015). Die eigene Kompetenz hat auch maßgeblich Einfluss darauf wie es dir geht, ob du dich wohlfühlst oder du dir regelmäßig sorgen machen musst.

Last but not least: Finanzielle Bildung ist der Schlüssel zur finanziellen Freiheit (Serena & Hastenteufel, 2022).

Wenn du dir jetzt denkst, dass klingt alles sinnvoll und einleuchtend, aber wie soll ich vorgehen, um meine Finanzkompetenz zu erweitern, dann haben wir dir noch ein paar Tipps.

Wie du deine Finanzkompetenz erhöhen kannst

Deine Finanzkompetenz besteht aus drei Elementen: Wissen, Verhalten und deiner Einstellung. An allen Punkten kannst du Ansetzen, wenn du beispielsweise, dass Gefühl hast nicht genug über Finanzen zu Wissen kannst du damit beginnen mit Freunden über Finanzen zu reden, achte aber bitte darauf, dass diese mehr von dem Thema verstehen als du, sonst hilft es dir nicht weiter. Du kannst aber auch Bücher (s. Empfehlungen) lesen, Podcast hören oder auf Online-Ratgebern recherchieren.

Wenn du dein Verhalten im Umgang mit Finanzen verbessern möchtest kannst du damit beginnen aufzulisten welche Finanzprodukte du besitzt (bspw. Bankprodukte, Investitionen, …), welche Maßnahmen triffst du, um deine Finanzen zu planen (bspw. Übersicht über deine Einnahmen und Ausgaben, Auflistung deiner Ausgaben, getrennte Konten, …). Ebenso kannst du dich vor neuen Vertragsabschlüssen fragen, ist das, dass beste Angebot, gibt es noch weitere Angebote? Vergleiche dazu Angebote auf verschiedenen Vergleichsseiten.

Wenn die Einstellung zu Geld und Finanzen ein Thema bei dir ist, versuche mal deine Glaubenssätze (bspw. „Geld ist da um ausgegeben zu werden“, „Ich lebe heute und denke nicht an morgen“) aufzuschreiben und daran zu arbeiten.

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Wenn du nicht weißt wie genau du Anfangen sollst oder du gerne auf deinem Weg betreut werden möchtest würden wir dir ein Finanzcoaching empfehlen. Hier lernst du nicht nur die wichtigsten Kenntnisse über Finanzen, wir arbeiten auch an deinem Verhalten und deiner Einstellung. Mithilfe von verschiedenen Coachingmethoden betrachten wir dich und deine Finanzthemen ganzheitlich und helfen dir zukünftig in allen Finanzthemen selbstständig und kompetent agieren zu können.

 

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